Gesundheit und Soziales

Gesundheit und Soziales

Alle in der Gemeinde Sigriswil lebenden Menschen sollen in die Gesellschaft integriert sein und ein menschenwürdiges, möglichst selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben führen können. Die Solidarität innerhalb der Gesellschaft, zwischen dem Kanton und den Gemeinden, ist ein zentrales Anliegen der SP. 

  

Die Finanzprobleme von ALV, AHV und IV können wir selbstverständlich nicht auf Gemeindeebene lösen. Auch können wir den Sozialhilfeempfängern und –empfängerinnen nicht einfach sagen: „geht doch arbeiten“, wenn die Wirtschaft ihnen keine niederschwelligen Arbeitsplätze anbietet. 

  

Das neue aggressive Management in Teilen der Wirtschaft neigt dazu, schwächere und zu wenig Qualifizierte aus der Arbeitswelt zu drängen. Früher fanden schwächere Arbeitnehmer und Erwerbsbehinderte noch geeignete Arbeitsplätze. Heute, unter dem stetigen Kostendruck, werden diese Leute der Arbeitslosenversicherung, der IV und schliesslich den Sozialdiensten der Gemeinden zugewiesen. 

  

Leider gibt es in unserem Land immer noch sogenannte „Working Poors“, die zu 100% arbeiten und trotzdem nicht genug für den Lebensunterhalt verdienen.  Die Sozialhilfe und damit die öffentliche Hand könnten massiv entlastet werden, wenn die privaten Unternehmen korrekte Mindestlöhne bezahlen. 

  

Die Gemeinden müssen dabei nicht alles selber erfinden. Investitionen im Sozialwesen „rentieren“. Gelingt es den Sozialdiensten,  Sozialhilfebezüger und Bezügerinnen wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern, ist viel erreicht. Auch sollen genügend Mittel zur beruflichen Weiterbildung von  Sozialhilfeempfängern und Menschen mit „dünnem Schulsack“ zur Verfügung stehen. Integration umfasst nicht nur die Eingliederung in die Arbeitswelt, sondern auch die Beteiligung am gesellschaftlichen Leben allgemein. 

  

Das System der Sozialhilfe muss Anreiz zur Reintegration bieten. Wenn Sozialhilfe nur eine Versorgungshilfe ist, bietet sie wenig Anreiz, davon wegzukommen. Damit kann sie auch armutsverlängernd sein. Sozialhilfeempfänger, die bereit sind, sich in die Arbeitswelt zu integrieren und weiterzubilden, müssen belohnt werden. 

  

Kinder kosten. Sie sind heute ein Armutsrisiko, besonders für Alleinerziehende. Der Appell an die Verantwortung der Eltern greift zu kurz. Externe Betreuungsangebote wie Tagesschule, KITAs ermöglichen den Eltern (zumeist den Müttern) einer Erwerbsarbeit nachzugehen. 

  

Durch die Nähe zum Spital Thun ist die Gesundheitsversorgung für die gesamte Bevölkerung auf hohem Niveau rund um die Uhr sichergestellt. 

  

Weitere Dienste wie SPITEX, sieben Alters- und Behindertenheime, Schularzt und Schulzahnarzt usw. ergänzen die Angebote und bieten zahlreiche wertvolle Arbeitsplätze.